Kurs 099 a
31.08.2017

Renate Braunschweig-Ullmann, Freiburg

TsvetaevaJahrzehnte nach dem Tod der russischen Dichterin Marina Zwetajewa blieb ihr Name in Freiburg fast unbekannt. Und ihre Gedichte galten auch in ihrer Heimat lange als „Geheimtipp“ für Eingeweihte. Das hat sich in den letzten Jahren durch intensiven Kulturaustausch und durch die Einweihung des Zwetajewa-Zentrums in Freiburg geändert.


Renate Braunschweig-Ullmann, die schon früh mit der literarischen Spurensuche begann und den ersten Kontakt zwischen der Stadt Freiburg und der Schwester der Dichterin in Moskau angeregt hat, möchte mit dieser „Lesung im Park“ an die Mädchen Marina und Anastasia erinnern. In der Wallstraße 10, wo sich heute zwei Gedenktafeln befinden (eine für Marina Zwetajewa und eine für den Karl-May-Verleger Friedrich Ernst Fehsenfeld) verbrachten die Schwestern in der Pension Brink 1905 ein schicksalhaftes Jahr. Die Erfahrung von Liebe und Tod spiegelt sich in Marinas Erinnerungen an die Freiburger Zeit und in ihrem Briefwechsel mit Rainer Maria Rilke.


„Nun lacht sie nicht mehr“, sollte auf dem Grabkreuz der Dichterin stehen, deren sehnliche Wünsche nicht in Erfüllung gehen sollten. Als sie am 31. August 1941 in Jelábuga „in eine Sackgasse“ geriet und ihrem Leben ein Ende setzte, ist keine Spur von ihr geblieben. Im September wäre sie 125 Jahre alt geworden.

Zeit: Donnerstag 17 - 18 Uhr, anschl. gibt es ein Buffet mit russischen Spezialitäten
Teilnahme inkl. Buffet: 15 €

 

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