Kurs 126
27.10. - 28.10.2017

Dr. Ulrich-Scheinhammer-Schmid, Neu-Ulm

Goethe Stieler 1828 wikivom West-östlichen Divan bis zu den Dornburger Gedichten

Zwischen der Angst vor der Vergänglichkeit und der Begeisterung für das Leben in all seinen Erscheinungsformen schwanken die Gedichte, die Goethe ab seinem 65. Lebensjahr schreibt. Ihr Radius reicht vom Nahen Osten bis ins ferne China, von späten Liebesabenteuern bis zum Seelenfrieden in den „Tag- und Jahreszeiten“ und in den letzten „Dornburger Gedichten“, die nach dem Tod des Freunds und Gönners Herzog Carl August entstehen. Eindrucksvoll formuliert diese Spannung ein Vierzeiler aus dem „West-östlichen Divan“:

Verweilst du in der Welt, sie flieht als Traum,
Du reisest, ein Geschick bestimmt den Raum;
Nicht Hitze, Kälte nicht vermagst du festzuhalten,
Und was dir blüht, sogleich wird es veralten.

 

Der Referent ist Germanist und Historiker, u.a. Mitherausgeber von Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur, Bd. 5 (Vormärz); zahlreiche Aufsätze und Vorträge zur deutschen Literatur sowie zur Geistes-, Sozial- und Musikgeschichte.

Zeit: Freitag 17–21 Uhr, Abendessen in der Pause, Samstag 9.30 Uhr bis nach dem Mittagessen

Teilnehmerzahl: max. 20

Teilnahme: 30 €
Unterkunft und Verpflegung: ab 64 €

 

 

» ANMELDUNG